Augenakupunktur nach Boel

Um im Vorfeld gleich Missverständnissen vorzubeugen: bei der Augenakupunktur wird nicht in die Augen gestochen.

Die Punkte befinden sich am Kopf, Armen, Händen, Knien und Füßen.

Dieses Verfahren wurde von Prof. Dr. John Boel aus Dänemark ins Leben gerufen und hat sich aus der chinesischen, japanischen, koreanischen  Akupunktur, sowie Akupunktur aus Sri Lanka entwickelt. Die Augenakupunktur ist eigentlich ein Teil des AcuNova-Systems, erklärt Heilpraktikerin Michaela Rettberg.

Es handelt sich hierbei um ein bestimmtes Schema an Punkten, das natürlich individuell abgewandelt werden sollte, je nach Krankheitsbild und Konstitution des Patienten. In manchen Fällen ist es sinnvoll zu Beginn zwei Sitzungen am Tag abzuhalten, um die Effektivität zu erhöhen.

Besonders erfolgreich ist diese Methode bei:

  • Makuladegeneration (AMD)
  • Glaukom
  • Diabetischen Augenveränderungen
  • Retinitis pigmentosa

Gerade bei der AMD ist der Einsatz bemerkenswert, da die Schulmedizin keine Möglichkeit hat, die Situation zu verbessern oder aufzuhalten. Am Ende der AMD steht leider die Erblindung.

Die Akupunkturklinik von Boel in Dänemark führte 2003 Studien zur Verbesserung bzw. Heilung  der AMD durch die Augenakupunktur durch. Nach verschiedenen  Anwendungen in drei Gruppen stellte sich ein Schema als das Effektivste heraus.

Es gibt aber auch Erfolge dieser Methode bei Erblindungen durch Geburt und auch bei Kurz-oder Weitsichtigkeit.

In jedem Fall ist es einen Versuch wert, Akupunktur anzuwenden, wenn das das Augenlicht in Gefahr ist. Wichtig ist es auch bei jedem Patienten die Gesamtkonstitution durch andere ganzheitliche Therapiekonzepte zu unterstützen. Das Auge ist schließlich ein Teil des Körpers.

Webtipp: Alles zum Thema „Mouches volantes“ unter www.mouches-volantes.com.

Bild: Patrick Brinksma / Unsplash.com