Wissenswertes zur Diabetikerernährung

Wer an Diabetes erkrankt ist, muss ohne Frage auf seine Ernährung achten. Doch dies bedeutet nicht den totalen Verzicht. Prinzipiell gibt es für Menschen, die an dieser Krankheit leiden, keine Tabus. Alles ist lediglich eine Frage der Ausgewogenheit – So wie bei gesunden Menschen auch. Diabetikerernährung erfordert Disziplin, ist aber keine freudlose Angelegenheit. Selbst Schokolade darf in Maßen sein.

Betroffene sollten die Diabetikerernährung mit ihrem behandelnden Arzt und/oder einer Fachkraft abstimmen. Weiterführende Informationen zu diesem und weiteren Themen finden Diabetiker auch auf dem Fachportal www.diabetiker.info.

Die Blutwerte und das Gewicht verbessern

Beim so genannten Typ-2-Diabetes kann über die Ernährung viel gesteuert werden: Die Blutwerte lassen sich optimieren, zudem können übergewichtige Patienten ihr Gewicht reduzieren, um so ihren Stoffwechsel zu verbessern. Gemeint ist hier allerdings keine Crash-Diät, eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sollte auf Langfristigkeit ausgelegt werden. Denn der Patient muss mit seiner Erkrankung schließlich über Jahre hinweg klar kommen. Wichtig kann deshalb die Beratung durch einen Diät-Assistenten sein, sobald die Erkrankung diagnostiziert wird.

Obst und Gemüse als schmackhafte Begleiter

Buntes Gemüse wie Tomaten, Gurke, Salat oder Obst wie Äpfel, Melone und Weintrauben haben in einer Ernährung bei Diabetes einen hohen Stellenwert. Rohes Gemüse hat wenig Kalorien und darf deshalb bedenkenlos verzehrt werden, bei Früchten ist auf den Zuckergehalt zu achten. Jedoch ist dieser in der Regel unbedenklich, sofern nicht mehr als drei bis fünf Portionen süßes Obst pro Tag auf dem Speisplan stehen. Allgemein gilt dieselbe Faustregel wie bei gesunden Menschen auch: Fünf Portionen täglich Obst und Gemüse halten den Körper fit. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält diese Nahrungsgruppe auch viele Ballaststoffe, die sich positiv auf die Krankheit auswirken.

Achtung vor Zuckerfallen

Wer täglich sein Stück Schokolade braucht, muss es auch als Diabetiker nicht vom Speiseplan streichen. Achtung ist aber bei Zucker geboten, der sich in vielen Lebensmitteln versteckt: Ketchup und Soßen sind oft wahre Zuckerbomben, ebenso wie Fertiggerichte. Genauso verhält es sich mit Getränken wie Cola, Eistee oder Saft. Auch alkoholische Getränke wie Sekt oder Wein sind zuckerhaltig. Ein Glas Wein zum Essen hat durchaus seine Berechtigung, sollte aber immer als etwas Besonderes gelten und mitberechnet werden. Stattdessen dürfen Diabetiker zu Süßstoffen greifen: Da sie keine Kalorien enthalten, pushen sie auch nicht den Blutzuckerspiegel. Süßstoffe werden in Limonaden verwendet, können aber auch zum Backen und für das Kochen süßer Gerichte wie etwa Pfannkuchen eingesetzt werden. Dennoch – auch Zuckeraustauschstoffe sind nicht unumstritten, führen sie doch teilweise zu Blähungen und unterstützen nicht langfristig bei der Gewichtsabnahme. Mit einer gemäßigten Zuckerzufuhr von etwa 30-50 Gramm pro Tag in Kombination mit einem maßvollen Umgang mit Zuckerersatzstoffen fahren Diabetiker meist richtig.

Vollkorn lässt den Blutzucker langsam steigen

Bei Nudeln oder Brot sollte im Rahmen der Diabetikerernährung zu Vollkornprodukten gegriffen werden. Diese gehen langsamer ins Blut über und lassen den Blutzuckerspiegel daher auch langsam ansteigen. Zudem halten Vollkornprodukte länger satt. Mit einem leckeren Brotaufstrich oder einer leckeren Sosse ist geschmacklich kaum ein Unterschied zu Nicht-Vollkorn-Produkten auszumachen. Bei allen Lebensmitteln kann es hilfreich sein, auf den so genannten glykämischen Index zu achten. Er zeigt an, wie stark ein Nahrungsmittel den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Stark verarbeitete Lebensmittel wie Frittiertes haben etwa einen hohen glykämischen Index.

Bei Fetten zu Pflanzenölen greifen

Beim Backen und Kochen mit Diabetes ist an Fetten alles erlaubt, gesättigte Fettsäuren sollten allerdings nur sparsam zum Einsatz kommen. Sie sind vor allem in tierischen Produkten wie etwa Käse, Milch und natürlich Fleisch enthalten. Auch auf gehärtete Fette, die sich beispielsweise in manchen Margarinen verstecken, sollte weitgehend verzichtet werden. Ungesättigte Fettsäuren helfen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Sie sind etwa in Oliven- oder Rapsöl enthalten. Ebenfalls viele ungesättigte Fettsäuren enthalten Nahrungsmittel wie Fisch, Avocado oder Nüsse. Insgesamt sollten die täglich aufgenommen Kalorien zu maximal 35% aus Fetten stammen.

Mehr über die Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und 2 sowie zu Folgen und Behandlungsmöglichkeiten für Typ 2 lesen Sie bei www.apotheken-wissen.de. Weitere lesenswerte Artikel zu den Themen Wohlbefinden und Ernährung auch unter www.vituro.ch.